Wie wirklich
Seit 2024 widmet sich dieses künstlerische Projekt der Frage, wie die digitale Welt unsere Realität prägt und wie wirklich diese digitale Wirklichkeit überhaupt ist. Als Medienkünstlerin und Filmemacherin bewege ich mich zwischen Faszination und Ohnmacht: Einerseits eröffnen mir digitale Tools, insbesondere generative KI, völlig neue kreative Möglichkeiten. Andererseits konfrontiert mich die Flut an Desinformation, Deepfakes und algorithmischer Manipulation täglich mit den Abgründen einer von Machtstrukturen dominierten Technologie.
Das Projekt ist eine Bestandsaufnahme dieser Spannung. Sie zeigt meine Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken digitaler Medien. Von der Utopie einer verbindenden, gerechteren Welt bis zur Realität von Echokammern und Überwachung. Durch Installationen, Filme und multimediale Formate lade ich dazu ein, gemeinsam nach Antworten zu suchen: Wie können wir Technologie aktiv gestalten, statt von ihr gesteuert zu werden? Wie bleibt Wissen demokratisch, wenn Algorithmen Narrative kontrollieren?
Geprägt von spannenden Gesprächen, Workshops und kritischen Rückmeldungen, ist dieses Projekt ein Aufruf zum Dialog. Denn Wirklichkeit ist ein gemeinsames Konstrukt und am schönsten, wenn wir sie kollektiv gestalten.
Wir befinden uns in einer Zeit in der Desinformation, Deepfakes und algorithmische Manipulation, die Gesellschaften spaltet und Emotionen instrumentalisiert. Die Projekt bewegt sich zwischen der Hoffnung auf eine gerechtere, verbundene Welt und der Realität kapitalistischer Machtstrukturen, die Technologie als Kontrollinstrument nutzen.